Montag, 4. Mai 2015

Taugt Maximilian Pütz' "Gesetz der Eroberung" als "Bibel" des Single-Mannes? Wohl kaum…

Maximilian Pütz und sein partner-in-crime Arne Hoffmann haben nach "Der perfekte Eroberer" ein zweites Buch zum ewigen Thema "Wie kriege ich die Frau in mein Bett zum ordentlich Durchficken?" verfasst, das schon in seinem hochfahrenden Titel hinter dem vorgeblichen Perfektionsanspruch des Vorgängers nicht zurückstehen möchte: dem "Gesetz der Eroberung".

 


Meine  Privatbibliothek verstopfe ich nur ungerne mit "Gesetzestexten". Darum habe ich auf den Kauf leichten Herzens verzichtet und mir stattdessen das Werk in der Buchhandlung meines Vertrauens aufmerksam durchgeblättert – und es standen mir die Haare dabei zu Berge. Wenngleich  sich der Anteil an reinem PUA-Dreck a la USA in Grenzen hält (denn auch Pütz & Hoffmann wissen, dass sich mit aufgewärmter "Mystery Method" keiner mehr hinter dem Ofen hervorholen lässt), sp werden dafür aber einige andere hartnäckige Mythen weiter freudig aufgetischt bis einem die Galle hochkommt.

Sollte das Buch ein "Gesetz" der Eroberung festmachen wollen, denn soll an zwei Punkten die Absurdität des Buches im Nicht-Erkennen wesentlicher Aspekte ("Gesetze") der sexuellen Anziehung kurz dargestellt werden:
  • Pütz/Hofmann stellen auf Seite 21 die ewige Frage der ängstlichen Männer (Zitat): "Habe ich bei einer schönen Frau auch dann Chancen, wenn ich selbst nicht so attraktiv bin?"
Diese Frage wird gestellt und mit der Faustregel (S.21 unten) verbunden "Je hübscher eine Frau ist, umso weniger wird sie angesprochen." Um ihre These weiter zu untermauern wird einen ganzen Absatz lang dann die "Flirtexpertin Victoria Zdrok" zitiert. (Doch, die lackierte Tante nennt sich wirklich so.) Alles in seiner Absurdität kaum zu glauben.  Auf S. 22 unten führen Pütz/Hoffmann die (diesmal allerdings) korrekte Behauptung an, dass Frauen – anders als Männer – nicht ausschließlich auf die äußere Schönheit des Gegenübers achten würden, wenn er nur ent$prechend finanzkräftig ist. Das ist zwar korrekt, aber das ist nichts, was eine attraktive Frau als Idealsituation bezeichnen würde. Im Übrigen bringen Pütz/Hoffmann hier gekonnt die Kriterien für reinen sexuellen Lustgewinn einerseits und für Versorgerpartnerschaften andererseits durcheinander (was im Pickupbereich aber eine typische gedankliche Volte ist).

Pütz/Hoffmanns Frage kann umschrieben werden mit  "Kann ich eine geile Frau statt dessen auch mit meiner tollen Persönlichkeit rumkriegen?“ Und (wie nicht anders zu erwarten war) beantworten sie diese Frage mit der ewig falschen Antwort, dass es letztendlich doch nicht so sehr auf das Äußere ankäme, dass gerade attraktive Frauen ja eher einsam seien und sich freuen würden, überhaupt mal angemacht zu werden und in der Tiefe ihres Herzens eigentlich gar nicht so sehr extrem gutaussehend, sondern vielmehr normale und v.a. "ehrliche", „nette“ Männer mit "authentischer" Persönlichkeit wollen usw. Das ist aber nur eine der ewigen, großen Lügen, die Frauen propagieren und die ego-verletzliche Männer nur allzugerne glauben.

Die korrekte Antwort lautet jedoch: ja, es kommt auf das Aussehen an. In sexueller Hinsicht sogar massiv. Keine Frau wird einen Mann an ihren Körper ranlassen, den sie unattraktiv oder/und ungepflegt empfindet. Frauen sind noch viel stärker "Augentiere" als wir Männer, da sie für Sex den agressivsten bestaussehendsten (= mit den besten Genen) Mann suchen, den sie bekommen können. Die reine sexuelle Anziehung kommt immer zuerst und sie ist auch die beste Basis für eine sich evtl. anbahnende Beziehung. Lucius Senecas sit mens sana in corpore sano gilt also auch heute noch und der kleine, untersetzte Mann mit schütterem Haar und Piepsstimme war zu keiner Zeit für Frauen ein Sexsymbol. Nur wenn einer Frau die Zeit davonläuft oder sie sich gezwungen sieht, bei den Männern für eine Familiengründung Kompromisse einzugehen, wird sie u. U. auch weniger ausgeprägt attraktiven Männern den Vortritt lassen, die ihren Mangel an objektivem sexuellem Wert allerdings exponentiell mit Geld, Status, Popularität, Persönlichkeit ausgleichen müssen – und das in etwa dieser Reihenfolge.

Könnte es vielleicht sein, dass Pütz/Hoffmann diese Frage auch deswegen stellen, weil sie selber nicht überdurchschnittlich attraktiv aussehen?

v. l. n. r.: 2x Arne Hoffmann, dann Max Pütz zusammen mit Micaela Schäfer (incl. iPhone). Micaela hatte früher übrigens echt was Süßes an sich – und gegen gut gemachte Silikontitten habe ich auch nichts einzuwenden...

Die Mär von den "einsamen schöne Frauen, die nur darauf warten, angesprochen zu werden" ist gleichermaßen Unsinn. Jede halbwegs gutaussehende Frau hat Interessenten um sich herum fliegen und wird ab und an angemacht – dass ihr die Männer dann vielleicht nicht gut genug sind, deshalb in ihrem Narzissmus für sie „nicht zählen“ und sie ihrer Umgebung darüber volljammert,  „wo denn nur die echten Männer abgeblieben sind", das ist eine ganz andere Frage…
  • Pütz/Hofmann schreiben auf Seite 30 (diesmal Zitat): „Welche meiner Eigenschaften sollte ich besonders betonen, um bei einer Frau zu landen?“ 
Dieser irrwitzigen Fragestellung liegt die Grundannahme zugrunde, dass man eine Frau, die zunächst nicht sexuell interessiert ist, dazu bringen könnte (durch im weitesten Sinne Theaterspielen, Manipulation, Verstellung etc.), einen letztendlich dann DOCH vögeln zu wollen, denn man müsse nur die richtige Masche wissen und dann eben einfach dranbleiben – dann würde eine Frau schon schwach werden. Das ist ebenfalls kapitaler Unsinn und vielleicht mit die gefährlichste Idee der gesamten PUA-Zone.

Man kann niemanden dazu bringen, etwas zu tun oder zu wollen, was er/sie nicht tun oder nicht wollen will. Man kann aber Leute dazu bringen, etwas zu tun, was sie insgeheim sehr wohl schon tun wollen – und dann sieht die Sache aber ganz anders aus.  Die "Lösung" für das Problems lautet daher: wenn die Frau dich mag, dann mag sie dich einfach – dann bist du "drin" und solltest Dir die Chance durch unsinniges Gelaber (oder "Gamen") nicht auch noch selber kaputtmachen, sondern kraftvoll handeln (denn das macht sie nur noch geiler, ansonsten verliert sie das Interesse). Und wenn sie dich nicht mag, dann mag sie dich einfach nicht. Punkt. Nicht nach 6 Minuten und auch nicht nach 6 Stunden – heute nicht, morgen nicht und übermorgen höchstwahrscheinlich auch nicht (was in sechs Monaten ist, das kannst Du nicht wissen, aber wenn Du so dumm bist, darauf zu hoffen und zu warten… dann viel Spaß!). Jegliches Manipulieren oder Baggern ist damit nur sinnlos verschwendete Lebensenergie.

Mit derlei ungefährlichen halben Wahrheiten und auch der einen oder anderen ganzen Lüge geht es im Buch munter weiter und man fragt sich schon beim Studium der beiden Inhaltsverzeichnisse, worin überhaupt der inhaltliche Mehrwert im Vergleich zu Buch No. 1 besteht. Zudem verraten die Untertitel der Bücher  ein sedierendes Maß an Banalität und chiastischer Austauschbarkeit ("Wie sie garantiert jede Frau verführen – die bessere Strategie" vs. "Perfekte Strategien, wie sie jede Frau verführen").  Immerhin "garantierte" Buch 1 dem geneigten Leser wenigstens den Erfolg beim "Verführen" von "jeder Frau". Ob der Autor für dieser Zusicherung von enttäuschten Benutzern ob ihrer eventuellen „Erfolglosigkeit“ im realen Leben jemals verklagt worden ist, weil die "jeden Frauen" das doch etwas anders sahen? Und ob man die Autoren dafür habhaft machen kann, wenn sich die Strategien des zweiten Buches weniger "perfekt" als angepriesen, herausstellen sollten? Überhaupt scheint das Autorenteam einen manischen Hang zur "Perfektion" zu haben (darunter machen sie es anscheinend wirklich nicht), jedenfalls den Titeln ihrer ebooks zufolge, die sie in letzter Zeit herausgebracht haben:


Zur wenig romantischen Wahrheit gehört nunmal, dass kein Mann "jede Frau" haben kann. Von Natur aus gehen die allermeisten Männer in ihrem Leben sexuell unbefriedigt oder sogar gänzlich leer aus. Das ist leider normal und Charles Darwin kann auch nichts dafür. Selbst für extrem wohlhabende und prominente Männer ist es ein reines Spiel der Wahrscheinlichkeiten (wie ich in Los Angeles selbst immerwieder mit eigenen Augen auf Parties, Filmpremieren und in Clubs hautnah beobachten konnte). Auch Geld und Status verschaffen Männern zwar eine erhöhte Erfolgsquote, jedoch nicht unbedingt absolut, denn die Partnerwahl der Frauen ist in all ihren Faktoren wesentlich irrational und darum nicht beherrschbar. Die Evolution hat dieses Feature höchstwahrscheinlich zum Zweck der Erzeugung von künstlicher Knappheit bei Frauen entstehen sein lassen. Wenn Pütz & Hoffmann daher mit einem solch reißerischen Untertitel für ihr Buch werben, dann lässt schon das alleine für den Rest der Lektüre nichts Gutes erwarten.

FAZIT: Wie schon beim Erstlingswerk, so kann man "Das Gesetz der Eroberung" ebenfalls nur als sich kumpelhaft an den arglosen Leser ranschmeißende, ärgerliche Täuschung unbedarfter und gutgläubiger Männer durchgehen lassen. Bücher wie diese sind papiergewordene, gedruckte Zeitverschwendung und sie erzeugen beim Leser nur verwirrte Selbstgewißheit und Fehlsteuerung. Solche "Ratgeber" helfen den Adressaten in ihrer persönlichen Entwicklung nicht weiter (außer man betrachtet das Leergeld, das man im Lauf seiner Lernerfahrungen zahlen muss als Katalysator für die eigene Entwicklung). Da nützen auch die von Pütz und Hofmann ellenlang angeführten, stolz angepriesenen "wissenschaftlichen" Studien und Belege nichts. Statistische Befragungen, in denen Frauen befragt werden, sind meist ohnehin wertlos, da Frauen zum Thema Sex & Co. bekanntlich nur zu gerne lügen und oft auch gar nicht "bewusst" wissen, was sie wirklich rallig werden lässt. Und wenn sie schon ehrlich darüber reden, dann eher im Kreis ihrer "besten Freundinnen", oder den (eher wenigen) Männern, die sie an sich ranlassen – aber mit Sicherheit nicht gegenüber Forschungspsychologen oder sonstigen mit Fragebögen bewaffneten Zeitgenossen.

Tatsächlich sind Pütz' Bücher im wesentlichen als Marketingtools für seine "Casanova Code"-Bootcamps zu sehen und nehmen in der kumpelhaften Ansprache und in der Beschreibung der darin enthaltenen Aktionen (z.B. Progressionen im Ansprechen, diverse Übungsdrills, NLP-Übungen, Mutmach-Inkantationen, "Approach Anxiety"-Programme) zum großen Teil den Ablauf dieser Bootcamps gleichsam gedruckt vorweg. "Gesetze der Eroberung" erfährt man darin eher nicht, wobei – auweia! – besonders die propagierte Grundidee, der Mann "erobere" die Frau, grundfalsch falsch ist. Oder um es mit Dr. Enzo Pedersoli (auch bekannt als "Bud Spencer") zu sagen:

„Das Herz einer Frau erobern zu wollen, ist Unsinn.
Frauen suchen sich selbst aus, welchen Mann sie benutzen."

Einen unleugbaren Vorteil haben diese beiden Bücher aber: es ist der zivile Preis. Beide sind für unter € 10.- zu haben und wenigstens darin unterscheiden sie sich wohltuend von dem bizzar überteuerten Quark der seit Jahren (glücklicherweise) im Absterben begriffenen "pickup-community" aus den USA.  Somit eignen sich beide Bücher auch gut für eine eventuelle "thermische Verwertung":

Kommentare:

  1. Genialer Artikel! Bin froh, dass ich ihn daheim und nicht in der U-Bahn gelesen habe, weil es nicht sooo gut kommt, wenn man plötzlich -ohne für die Mitreisenden ersichtlichen Grund- in schallendes Gelächter ausbricht :D

    Trotz Zeitmangels hier mal schnell ein Link zu einer als hilfreich gewerteten negativen Amazon-Rezension von Bullshit-Maxes DPE samt zugehöriger Diskussion, den ich mir schon vor einiger Zeit mal in die Leseliste gezogen hatte, einfach weil ich die Art und Weise wie Max mit Kritik umgeht, für die Nachwelt dokumentieren wollte.

    Der Kommentarbereich unter deinem Artikel bietet mir nun die Gelegenheit, meine Mitmenschen an diesem Meilenstein in der Geschichte des gepflegten Wortgefechtes teilhaben zu lassen :D

    http://www.amazon.de/review/R1GEL0EAS8ODCL/ref=cm_cr_pr_cmt?ie=UTF8&ASIN=3453601734#wasThisHelpful

    „Wenn Du meine Fernsehauftritte verfolgt hast, dann weißt Du ja das mir die Meinung von anderen Menschen oft ziemlich egal ist, wenn ich von meiner Sache überzeugt bin.“ -M. Pütz. Noch Fragen ? ;)

    Ich könnte noch mehr zum dem trauigen Clown namens Joker schreiben, aber momentan fehlt mir leider einfach die Zeit hierzu.

    In diesem Sinne: Bis die Tage!

    Brent

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  2. Jaja, der Bullshit-Maxe a.k.a. "Joker"(Nomen est Omen)! Ihm und seinen unwirschen Dogmen zu folgen hat mich gut und gerne 3-4 Jahre meines Lebens gekostet. Meine "Gefolgschaft" hat zwar nur knapp 2 Jahre gedauert, aber es brauchte eine lange Genesungsphase bis ich überhaupt wieder auch nur in Erwägung ziehen konnte, mein Glück bei der werten Damenwelt evtl. doch noch mal zu versuchen.
    (Dank an Aaron und Alek an dieser Stelle (neben vielen anderen).)

    Der Witz ist, dass ich den Knaben damals für über alle Maße kompetent gehalten habe, auch weil er nicht mit Kritik an Mystery und den anderen Freaks der alten Garde -mit deren Humbug ich schon 1-2 Jahre zuvor übel auf die Schnauze gefallen war- gespart hat. In DPE disst Max sogar -wenn auch nur zwischen den Zeilen- "Der perfekte Verführer" von Oliver Kuhn, einem noch größeren Clown. Dessen Machwerk hatte ich mir in meienr ersten PUA-Phase zugelegt und nach 1-2 Monaten wutentbrannt zerissen (ein Schiksal, das meiner Ausgabe von DPE ebenfalls nicht erspart bleiben sollte ;)

    Von Banane Hoffmann habe ich 2003 -bereits als Schüler der Mittelstufe wohlgemerkt- über einen Beitrag im Focus überhaupt das erste mal gehört. In diesem Artikel, der mich erst für Misandrie etc. sensibilisiert hat, weswegen ich es als einen Beweis für Maxens Seriosität gewertet habe, dass er Arne als Co-Autor gewinnen konnte:
    http://www.focus.de/kultur/leben/zeitgeist-das-privilegierte-geschlecht_aid_196481.html

    Heute weiß ich, dass Herr Hoffmann leider nur ein dröger PC-dogmatischer Weichspül-Maskulist ist, der es sich mit dem Staats-Feminismus/Genderismus nicht verscherzen möchte, um irgendwann mal selbst noch etwas Staatszaster abzugreifen, auch wenn er tatsächlich ab und an mal ein paar Wahrheiten anspricht.
    (LOL, seine Fotos! Was ein Chicks-Terminator! :D Hier auch in seiner ganzen swaggtastischen Sexyness:
    http://manndat.de/wp-content/uploads/2014/06/Arne-Hoffmann-thumb.jpg
    Der perfekte Protagonist eines "ballbusted and cuckhold loser hubby"-Pornos.
    Max sah zumindest früher mal gut aus, bevor er so aufgeqollen ist.)

    In diesem Sinne: Hau rein, du alter Playa-Hater und Game-Denier ;)

    Brent

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    1. Boah, was für ein übles Photo von Arne Hoffmann. Das kannte ich ja noch gar nicht. ;) Ja, auch seine Ergüsse muss man unbedingt "cum grano salis" nehmen.

      Max Pütz war früher zumindest weniger kugelrund, aber auch nicht sonderlich viril. Ich kannte ihn vor Jahren etwas näher, durfte sogar mal bei einem seiner Bootcamps kostenlos mitschauen und saß eine zweistündige Autofahrt lang mit ihm zusammen auf der Rückbank und habe mich mit ihm über Fachsimpeliges unterhalten. Er ist persönlich wirklich ein ganz netter Kerl und kommt ja so auch in seinen Kursen rüber, weswegen man ihm zunächst (anders als manch offensichtlich schmierigem "Master PUA") gefühlt niemals unterstellen würde, dass er einem Unsinn andreht. Der Wahnsinn bekam aber schließlich doch Methode, so daß es sich nun wirklich nicht mehr leugnen lässt.

      Pütz hatte das Glück, sich durch eine Reihe gut eingefädelter TV-Auftritte als hilfsbereiter "Kumpel der Männer" positionieren zu können und auch sein Auftritt bei Maybritt "Elf99" Illner vom ZDF ist eigentlich ganz ok. Im Duell mit der unerträglichen Anne Wizorek beim ZDF.login-Duell schlug er sich leidlich… Aber auch der Max muß seine Miete bezahlen und kommt deswegen um ein Scamming der alten Schule nicht herum, er preist sogar in manchen seiner Newsletter Vollpfosten vom Schlage eines "DJ Fuji" oder auch "Gambler" an. *LOL* Seine "Schwerpunktverlagerung" in den Bereich "Persönlichkeitsentwicklung" ("ucount") hat den Vorteil, dass er und seine Mitstreiter sich zu einer viel größeren Bandbreite von Problemfeldern äußern, auf denen sie nachweislich fachlich inkompetent sind und sein müssen – was den Vorteil hat, dass sie einem soviel Material liefern, dass ich schon jetzt mit einer Bestandsaufnahme nicht nachkomme…

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  3. "Im Übrigen bringen Pütz/Hoffmann hier gekonnt die Kriterien für reinen sexuellen Lustgewinn und für Versorgerpartnerschaften durcheinander."

    Wie Alek Novy drüben bei Aaron schon öfter angemerkt hat, handelt es sich genau hierbei quasi um die Geschäftsgrundlage dieser Scammer.

    P.S.: Die überarbeitete Version dieses Posts gefällt mir sogar noch besser!

    Brent

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    1. Ganz genau. Und das kann man bei ungetrübtem Blick auch sofort erkennen:

      Über Pütz und seine "Methode" gibt es eine 45minütige WDR-Dokumentation ("Menschen hautnah - Wie erobere ich eine Frau?" von 2013), in der mehrere seiner "Klienten" per Kamera begleitet werden. Sehr interessante Schicksale. Das Teil ist nicht mehr online, aber ich habe eine Kopie davon und es ist einfach zum Jammern. Man möchte in den Bildschirm zu den Jungs hineinrufen, damit sie ihre Zeit nicht vergeuden. Besonders einer der "Schüler" – Kai, 45 – ein typischer weichgespülter deutscher Mann, 3 Kinder, single, der es "nochmal wissen möchte", ist da leider interessant. Kai ist ganz gut im "Frauen unterhalten", aber kein Pussyslayer. Kai möchte aber auch von Pütz in den erlauchten Kreis der Coaches aufgenommen werden, Pütz sieht ihn aber "noch lange nicht soweit" und sagt das auch ganz offen in die Kamera. Am Ende des Filmes sieht man Kai mit einer "guten Freundin" in irgendeinem Salsa-Schuppen sitzen und die Kamera beobachtet ein Gespräch, bei dem die "gute Freundin" ihm mehr oder weniger durch die Blume sagt, dass er einfach nicht männlich genug daherkommt und Frauen bei seinem Anblick nicht feucht werden. Was auch den Tatsachen entspricht, er ist eben tatsächlich "zu nett", zu uninteressant und sieht und fühlt sich auch genauso an. Trotzdem meint Kai, dass er als Coach Chancen hätte, wenn er nur weiter an seinem "Game" arbeitete. Falls Pütz ihn nicht nähme, dann könnte er sich auf vorstellen, auf eigene Faust Männer zu Coachen, d.h. als Einäugiger die Blinden anzuleiten. Und dann natürlich wieder dies Gesamte Heroisierung des "Approaches" an sich, es geht ja nur um "das Ansprechen". Ein Jammer.

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  4. Alle Achtung, du bist ja echt rumgekommen in der Weltgeschichte!

    Dass Pütz charakterlich gar nicht mal so schlimm ist, kann ich mir vorstellen. Als ich die Heldenverehrung ihm gegenüber nach und nach abgelegt habe, ist mir allerdings aufgefallen, dass er nicht unbedingt die hellste Kerze auf der Torte ist, um es mal so drastisch zu sagen. Zudem kann er sich weder im geschriebenem noch im gesprochenem Wort klar und korrekt ausdrücken, d.h. er verfälscht Redewendungen, verwechselt Begriffe wie "geistig" und geistlich" etc.

    Ein Wort zu dieser ganzen Kai-Geschichte: Tragisch! :(
    Hattest du nicht mal drüben bei Aaron geschrieben, bei Sex-Parties mit Prostituierten auf solche armen Seelen gestoßen zu sein, die dann getrost von den Girls ignoriert und teilweise sogar verspottet wurden? Übel! Die Weiber haben da aber auch 0 Beißhemmungen! Wie ein Rudel tollwütiger Pitbulls! Dann aber was das Zeug hält ala Bascha Mika rumjammern, wenn sie mit 40 bzw. 50+ ihrerseits beginnen transparent für uns Männer zu werden und nur noch alle Schaltjahre mal einen Schwanz zu Gesicht bekommen. Solipsismus, ick hör' dir trapsen...

    "Falls Pütz ihn nicht nähme, dann könnte er sich auf vorstellen, auf eigene Faust Männer zu Coachen, d.h. als Einäugiger die Blinden anzuleiten." Style lässt grüssen ;)

    Ich bin heilfroh, noch früh und jung genug den Absprung geschafft zu haben und erkannt, aber vor allem auch akzeptiert zu haben, was einen weiber-technisch wirklich vorran bringt!

    Brent

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    1. Ja, viele der "Coaches" und "Gurus" sind nicht wirklich gebildet. (Darin spiegeln sie andererseits aber auch nur den Merhheitsschnitt der Bevölkerung wider.) Sie können zwar ganz gut manipulieren, aber am Ende merkt das der geübte Beobachter entweder im schriftlichen oder/und mündlichen Ausdruck dann doch. Oder/und in Blogposts, die sie so verfassen. Ein gutes Beispiel für diese Problematik ist der Tantralehrer und Männertrainer Björn Leimbach, über den auch noch zu berichten sein wird: http://www.maennlichkeit-leben.de/

      Das war übrigens ein Grund, warum ich Sleazy unmittelbar ernstgenommen habe – auch völlig unabhängig von der reinen Validität seiner Inhalte –, denn er kann sich klar und auch pointiert ausdrücken. Zudem ist er das, was man im traditionell deutschen Sinne als geistig und persönlichkeitsmäßig "gebildet" bezeichnen würde. Und das scheint ab und an einfach auch mit durch, es lässt sich ja nicht vermeiden. Was für ein Zufall, in meinem letzten Post ("Woran mir unmittelbar klar wurde, dass Aaron Sleazy Hand und Fuß hat…") habe ich dazu gerade Ähnliches zusammengefasst, . ;)

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